Dividenden tracken: Der vollständige Leitfaden für Anleger (2026)

7. Mai 2026

Um Dividenden zu tracken, erfasse jede Zahlung mit Datum, Betrag, Quelle, Währung, Quellensteuer und Reinvestitionsstatus. Dafür gibt es drei Wege: eine Tabelle (Excel oder Google Sheets), die integrierten Tools deines Brokers oder einen dedizierten Dividenden-Tracker wie Capitally, Sharesight oder Snowball Analytics. Tabellen funktionieren gut bei weniger als ~10 Positionen; Broker decken nur ihre eigenen Konten ab; ein dedizierter Tracker ist die einzige Option, die alles über mehrere Broker, Währungen und Asset-Klassen hinweg zusammenführt.

Ohne ordentliches Tracking tappst du im Dunkeln: verpasste Zahlungen, unsauberes Steuer-Reporting, kein Überblick über DRIP und keine Möglichkeit, zukünftige Einnahmen zu planen. Mit gutem Tracking wird die Dividendenstrategie zu einem messbaren System für den Vermögensaufbau.

TL;DR

  • Warum tracken: verpasste Zahlungen, Steuerineffizienz, schlechte Reinvestitionsentscheidungen, keine Einnahmenprognose
  • 3 Wege zum Tracken: Tabelle (manuell, kostenlos), Broker-Dashboard (automatisch, aber auf einen Broker beschränkt), dedizierter Tracker (automatisch, mehrere Broker, volles Funktionspaket)
  • Worauf du achten solltest: automatischer Import, Dividenden-Kalender, DRIP, Quellensteuer, Mehrwährungsunterstützung, Rendite auf Einstandskosten, Prognosen
  • Beste Wahl für die meisten Anleger: Capitally (Datenschutz + Steuergenauigkeit + DRIP), Sharesight (globale Automatisierung), Snowball Analytics (umfangreiche Analysen)

Warum Dividenden tracken? (Und was du verlierst, wenn du es nicht tust)

Warum manche Anleger dauerhaft besser abschneiden als andere, hängt oft damit zusammen, wie konsequent sie ihr Portfolio im Blick behalten. Ohne Dividenden-Tracking setzt du dich vier echten Kostenfaktoren aus:

  • Verpasste Zahlungen. Dividenden treffen nach unterschiedlichen Zeitplänen ein – über verschiedene Aktien, Broker und Währungen hinweg. Ohne einen Kalender merkst du nicht, wenn eine Zahlung ausbleibt – und ausbleibende Zahlungen bedeuten oft Dividendenkürzungen, die du zu spät bemerkst.
  • Steuerineffizienz. Qualifizierte vs. gewöhnliche Dividenden, Quellensteuer auf internationale Aktien, steuerpflichtige vs. steuerbegünstigte Konten – ohne Aufzeichnungen zahlst du jedes Jahr zu viel. Für Anleger mit internationalen Positionen kann allein die Anrechnung ausländischer Quellensteuer (vergleichbar dem Foreign Tax Credit) erhebliche Beträge ausmachen.
  • Schlechte Reinvestitionsentscheidungen. Kein Überblick über DRIP, keine Daten zur Rendite auf Einstandskosten, kein Überblick, welche Positionen wirklich durch Verzinsung wachsen. Du kaufst Underperformer nach und lässt die echten Renditetreiber links liegen.
  • Keine Einnahmenprognose. Rente oder finanzielle Unabhängigkeit lassen sich nicht um Einnahmen planen, die du nicht messen kannst. Zukunftsorientierte Dividendenprognosen beantworten die Frage „Wie viel bekomme ich nächstes Jahr?" – und das ist die einzige Zahl, die für finanzielle Unabhängigkeit wirklich zählt.

Tracking verwandelt die Dividendenstrategie vom Einsammeln zufälliger Zahlungen in ein System, das du aktiv optimieren kannst.

Was du durch konsequentes Tracking gewinnst

1. Kontrolle auf höchstem Niveau

Wenn du akribisch trackst, siehst du, welche Positionen echte Renditetreiber sind und welche nur Ballast. Das beeinflusst:

  • Welche Positionen du aufstocken solltest (die eigentlichen Einnahmenquellen)
  • Bei welchen du aussteigst, wenn die Dividende nicht mehr steigt
  • Wie deine Bardividenden über Sektoren und Währungen diversifiziert sind

2. Steueroptimierung

Dividenden werden je nach Art, Konto und Steuerrecht unterschiedlich besteuert. Laut den IRS-Anweisungen zu Formular 1099-DIV werden qualifizierte Dividenden zum langfristigen Kursgewinnsteuersatz besteuert, während gewöhnliche (nicht qualifizierte) Dividenden als normales Einkommen gelten – ein Unterschied, der für aktive Dividendenanleger mehrere Tausend Dollar pro Jahr ausmachen kann. Korrektes Tracking ermöglicht dir:

  • Qualifizierte und gewöhnliche Dividenden für eine korrekte Steuererklärung zu trennen
  • Die Quellensteuer auf internationale Aktien zu erfassen (und sie dort zurückzufordern, wo Doppelbesteuerungsabkommen es erlauben)
  • Strategische Entscheidungen zwischen steuerpflichtigen Konten und solchen mit Freistellungsauftrag zu planen

3. Einnahmenprognose

Der größte Vorteil des Dividenden-Trackings ist die Möglichkeit, zukünftige Einnahmen mit echter Genauigkeit zu prognostizieren. Das wird entscheidend, wenn du:

  • Dich dem Ruhestand näherst und auf planbare Cashflows angewiesen bist
  • Deine Ziele für finanzielle Unabhängigkeit festlegst
  • Entscheidest, ob du Dividenden reinvestierst oder als Einnahmen nimmst

Mit einem klaren Blick auf Rendite, Wachstumsrate und Zahlungsplan hört die Prognose auf, eine Schätzung zu sein.

Dividenden tracken – 3 Methoden

Es gibt drei sinnvolle Wege, Dividenden zu tracken. Jeder eignet sich für einen anderen Anlegertyp – aber die Einschränkungen jedes Weges sind entscheidend.

Methode 1: Dividenden in einer Tabelle tracken (Excel oder Google Sheets)

Die günstigste Option (kostenlos) und die, mit der die meisten Anleger starten. Funktioniert gut, bis das Portfolio über eine Handvoll Positionen hinauswächst.

Was du einrichten solltest:

Spalte

Zweck

Datum

Zahlungsdatum

Ticker

Aktienkürzel

Gehaltene Aktien

Zum Ex-Dividenden-Datum

Dividende pro Aktie

Angekündigter Betrag

Gesamt erhalten

Anteile × DPS

Währung

USD, EUR, CAD usw.

Wechselkurs

Bei Mehrwährungs-Depots

Einbehaltene Steuer

Ausländische Quellensteuer

Konto

Broker / Kontotyp

DRIP

Ja/Nein

Anmerkungen

Sonderdividenden, Änderungen des Ex-Dividenden-Datums

Einrichtung in 3 Schritten:

  1. Erstelle die obige Spaltenstruktur in Excel oder Google Sheets
  2. Trage jede Dividendenzahlung manuell ein (oder nutze =GOOGLEFINANCE() für Live-Daten – Excel benötigt ein kostenpflichtiges Add-in wie Wisesheets)
  3. Füge Übersichtsformeln hinzu: jährliches Gesamteinkommen, durchschnittliche Rendite auf Einstandskosten, Sektoraufteilung, Dividenden-Kalender nach Monat

Was Tabellen schlecht können:

  • Keine automatische Aktualisierung. Jede Zahlung, jeder Split, jede Sonderdividende ist manuelle Eingabe.
  • Ex-Dividenden-Daten sind manuell. Wer eines verpasst, bekommt die nächste Zahlung nicht.
  • Währungsumrechnung ist manuell. Ein Depot in mehreren Währungen wird schnell unübersichtlich.
  • Keine zuverlässigen Prognosen. Zukunftseinschätzungen erfordern komplexe DGR-Formeln, die du selbst erstellen musst.
  • Fehler summieren sich. Ein Tippfehler in einer Zeile kann die Rendite auf Einstandskosten über mehrere Positionen hinweg verfälschen.

Tabellen funktionieren gut bei weniger als ~10 Positionen in einer einzigen Währung. Darüber hinaus beginnen sie zu versagen – erst schleichend, dann plötzlich. Einen ausführlicheren Vergleich findest du unter Capitally vs. Excel.

Methode 2: So verfolgst du Dividenden über deinen Broker

Die meisten großen Broker bieten ein gewisses Maß an Dividenden-Tracking. Der Haken: Jeder Broker zeigt nur die eigenen Konten, und die Detailtiefe variiert erheblich.

Dividenden verfolgen auf Robinhood: Robinhood zeigt erhaltene und ausstehende Dividenden unter Verlauf → Dividenden, einschließlich geplanten Datum und Betrag für bevorstehende Zahlungen. Was fehlt: ein echter vorausschauender Kalender, wachstumsbasierte Prognosen, Aufschlüsselung der Quellensteuer oder eine Übersicht über mehrere Konten. Für Gelegenheitsnutzer ausreichend, für seriöse Planung zu dünn.

Dividenden verfolgen auf Fidelity: Fidelity bietet die stärksten broker-eigenen Dividenden-Tools – Dividenden-Verlauf, prognostizierte Erträge, einfachen Dividenden-Kalender. US-fokussiert. Schwab- oder Vanguard-Konten werden nicht berücksichtigt. Die Steuerverarbeitung ist solide für US-qualifizierte Dividenden, schwächer bei internationalen Werten.

Dividenden verfolgen auf Schwab: Ähnlich wie Fidelity. Schwab unterstützt die DRIP-Anmeldung pro Position, zeigt den Dividenden-Verlauf und bietet eine einfache Einkommensübersicht. Stark für US-Anleger, die alles bei Schwab haben; für Haushalte mit mehreren Brokern ungeeignet.

Dividenden verfolgen auf Vanguard: Minimale Funktionen. Dividenden-Verlauf ist vorhanden; kein Kalender, keine Prognosen. Die meisten Vanguard-Kunden exportieren ihre Daten letztlich in eine Tabelle oder einen Drittanbieter-Tracker.

Dividenden verfolgen bei E*Trade / Merrill / anderen: Grundlegender Dividenden-Verlauf. Große Qualitätsunterschiede.

Was broker-eigene Tracker schlecht können:

  • An einen Broker gebunden. Wer ein weiteres Konto hat – selbst ein altes Betriebsrentenkonto (401(k) (US-Altersvorsorgekonto)) bei einem früheren Arbeitgeber – sieht nicht das vollständige Bild.
  • Keine Unterstützung für mehrere Währungen für Anleger außerhalb der USA mit globalen Positionen.
  • Begrenzte Prognosen. Die meisten zeigen nur Angekündigtes, keine Schätzungen auf Basis von Wachstumsraten.
  • Steuerverarbeitung beschränkt sich auf qualifizierte vs. gewöhnliche Dividenden. Ausländische Quellensteuer, Steuerrückforderungen aus Abkommen und positionsspezifische Steueridentifikation fehlen meist.
  • Beim Brokerwechsel geht der Verlauf verloren.

Was ist mit Yahoo Finance? Yahoo Finance zeigt historische Dividenden je Aktie und bietet einen einfachen Dividenden-Screener, verfolgt aber nicht deine Dividenden – es gibt keinen Portfolio-Import, keinen Zahlungskalender und keine Einkommenssummen. Gut für Recherche, nicht für das Tracking.

Methode 3: So verfolgst du Dividenden mit einem dedizierten Dividenden-Tracker (empfohlen für die meisten Anleger)

Ein dedizierter Dividenden-Tracker importiert Transaktionen von jedem Broker, unterstützt jede Währung, berechnet jede Kennzahl und erstellt Prognosen für künftige Erträge. Das ist es, was ambitionierte Dividendenanleger nutzen.

Was ein dedizierter Tracker kann, was Broker und Tabellen nicht können:

  • Automatischer Transaktions-Import von jedem Broker (CSV, API oder unterstützte Integrationen)
  • Mehrere Broker, Währungen und Konten in einer konsolidierten Übersicht
  • Dividenden-Kalender zeigt genau, wann jede Zahlung eingeht
  • Quellensteuerverarbeitung für internationale Aktien
  • DRIP-Unterstützung, damit du den Zinseszins-Effekt in Echtzeit siehst
  • Rendite auf Einstandskosten berechnet über jeden Kauf hinweg (nicht nur den letzten)
  • Vorausschauende Einkommensprognosen auf Basis tatsächlicher Wachstumsraten
  • Sektor- und geografische Aufschlüsselungen, um Konzentrationsrisiken zu erkennen
  • Steuerexport für die Jahressteuererklärung

Der Markt für Dividenden-Tracker ist umkämpft. Die wichtigsten Optionen:

Die besten Alternativen zu Capitally im Vergleich

Einen direkten Vergleich der führenden Dividenden-Tracker findest du im Test der besten Dividenden-Tracker. Kurzübersicht:

Tool

Am besten für

Besondere Funktionen

Schwachstellen

Capitally

Datenschutz + Steuergenauigkeit + DRIP, Mehrwährungen, EU-/UK-Anleger

Automatischer Import, Quellensteuer, On-Device-Verschlüsselung, Dividenden-Kalender, DGR mehrere Zeiträume

Jüngeres Produkt, kleinere Community als Sharesight

Sharesight

Internationale Anleger, automatische Broker-Synchronisierung, AU/UK/NZ-Märkte

60+ Börsen, 200+ Broker-Integrationen, starke Steuerberichte

Nur Cloud; kostenlose Version auf 1 Portfolio / 10 Positionen begrenzt (Preise)

Snowball Analytics

Analyseorientierte Nutzer, Dividendensicherheitsbewertung

Dividenden-Ratings, Einkommensprognosen, Risikokennzahlen

Kostenlose Version auf 1 Portfolio / 10 Positionen begrenzt

DivTracker

Mobile-first-iOS-Nutzer

Übersichtliche iOS-App, Dividenden-Kalender, Zahlungsbenachrichtigungen

Fokus auf iOS/iPad; kostenlose Version auf 1 Portfolio / 10 Positionen begrenzt

Empower (Personal Capital)

US-Anleger mit Fokus auf Nettovermögen

Kostenlos; trackt Dividenden zusammen mit allem anderen

Auf USA ausgerichtet; erfordert Kontoverknüpfung; auf Finanzberater-Upsell ausgelegt

Getquin

Community + kostenloses Dividenden-Tracking

Kostenlose, soziale Investment-Plattform mit Dividenden-Kalender

Weniger Tiefe als spezialisierte Tracker; EU-zentriert

Schnellentscheidung:

  • Globales automatisches Tracking mit Broker-Synchronisierung? → Sharesight
  • Datenschutz + Steuergenauigkeit + DRIP-Übersicht? → Capitally
  • Kostenlosen Einstieg? → Getquin (oder Digrin, wenn du dich ausschließlich auf Dividendenwachstum fokussierst)
  • Mobile-first-Erfahrung? → DivTracker
  • Alles an einem Ort, inklusive Budgetplanung? → Empower (nur USA)

Welche Funktionen sollte ein Dividenden-Tracker haben?

Ein guter Dividenden-Tracker sollte all das bieten. Wer etwas davon vermisst, muss manuell nacharbeiten.

Funktion

Warum sie wichtig ist

Automatischer Dividenden-Import

Verhindert manuelle Eingabefehler und erfasst Splits sowie Sonderdividenden

Mehrwährungs- / Multi-Broker-Unterstützung

Konsolidierte Übersicht über alle Konten und Asset-Klassen

Dividenden-Kalender mit Ex-Dividenden-Datum

Cashflow planen und keine Zahlung verpassen

Quellensteuer-Tracking

Genaues Nettoeinkommen nach Steuern – unverzichtbar bei internationalen Positionen

DRIP-Unterstützung

Verzinsungseffekt reinvestierter Dividenden nachverfolgen

Rendite auf Einstandskosten (über alle Käufe)

Die tatsächliche persönliche Rendite – nicht der Lehrbuch-Wert

Vorausschauende Einkommensprognose

Jährliches Einkommen und Rentenbereitschaft planen

Sektor- / geografische Aufteilung

Konzentrationsrisiken erkennen

Steuer-Reporting / Export

Jahresabschluss ohne Tabellenchaos

DGR über mehrere Zeiträume (3 J., 5 J., 10 J.)

Beschleunigendes vs. abnehmendes Wachstum identifizieren

Datenschutz / Verschlüsselung

Keine Broker-Zugangsdaten werden an Dritte weitergegeben

Bevor du trackst: Dividendenaktien finden

Das Tracking kommt nach dem Kauf. Um qualitativ hochwertige Dividendenaktien zu finden, lies den Leitfaden zur Dividendenstrategie für Einsteiger und wie du Dividendenaktien bewerten kannst.

Kurzer Hinweis zu Screenern und Research-Tools, die häufig erwähnt werden:

  • JustETF — starker Screener für Dividenden-ETFs, besonders UCITS-konforme Produkte für europäische Anleger
  • Dividend.com — eigene DARS™-Ratings, Dividenden-Sicherheitsbewertungen, Ex-Dividenden-Kalender
  • MarketBeat — übersichtlicher Screener mit Rendite-, Marktkapitalisierungs- und Sektorfiltern sowie Dividenden-Alerts
  • Seeking Alpha — Buchstabenbewertungen für Dividendensicherheit, Wachstum, Rendite und Kontinuität
  • Morningstar — Economic Moat, Unternehmensführung, Fair-Value-Schätzungen und Dividenden-Deckungsanalyse

Nutze diese Tools, um qualitativ hochwertige Dividendenzahler zu finden. Verwalte deine tatsächlichen Positionen mit einem Tracker (siehe oben).

Häufig gestellte Fragen

Wie tracke ich meine Dividenden?

Die einfachste Antwort: Wähle eine von drei Methoden. Eine Tabelle (Excel oder Google Sheets) für weniger als 10 Positionen – erfasse Datum, Ticker, Anzahl der Aktien, Dividende pro Aktie, Gesamtbetrag, Währung und einbehaltene Quellensteuer. Die integrierten Tools deines Brokers, wenn du nur einen Broker nutzt. Einen dedizierten Dividenden-Tracker wie Capitally, Sharesight oder Snowball Analytics für Multi-Broker-, Mehrwährungs- oder wachsende Portfolios. Nur die dritte Option skaliert.

Wie tracke ich meine Dividendeneinnahmen?

Erfasse jede Dividendenzahlung bei Eingang – Datum, Quelle, Bruttobetrag, einbehaltene Steuer, Nettobetrag und Währung. Zum Jahresende summierst du nach Steuerkategorie (z. B. qualifiziert vs. gewöhnlich, inländisch vs. ausländisch) für die Steuererklärung. Ein dedizierter Tracker wie Capitally automatisiert das – einschließlich der Quellensteuer-Verfolgung, die die meisten Broker nicht klar ausweisen.

Wie tracke ich Dividendenzahlungen?

Zwei Komponenten: ein Kalender für bevorstehende Zahlungen (damit du prüfen kannst, ob sie ankommen) und ein Buchungsprotokoll für vergangene Zahlungen (für Steuern und Performance). Broker zeigen einen Teil davon; Tabellen erfordern manuelle Eingabe; dedizierte Tracker erledigen beides automatisch – mit Einkommensprognose-Kalendern, die auf angekündigten Ex-Dividenden-Daten und mehrjährigen Wachstumsraten basieren.

Wie tracke ich Dividenden in Excel oder Google Sheets?

Lege Spalten für Datum, Ticker, Aktienanzahl, Dividende pro Aktie, Gesamtbetrag, Währung, Wechselkurs, einbehaltene Quellensteuer, Konto und DRIP-Status an. In Google Sheets kannst du Live-Kurse mit =GOOGLEFINANCE("NASDAQ:AAPL", "price") abrufen, aber Dividendenbeträge und Renditen sind über GOOGLEFINANCE für Aktien nicht verfügbar – sie müssen manuell eingegeben oder über ein kostenpflichtiges Add-on wie Wisesheets bezogen werden. Excel hat ebenfalls keine integrierten Aktiendaten, weshalb die meisten Tabellen-Nutzer dort ebenfalls landen. Tabellen funktionieren für kleine Portfolios, stoßen jedoch ab etwa 10 Positionen oder bei Mehrwährungs-Setups schnell an ihre Grenzen.

Wie tracke ich Dividenden bei Robinhood?

Robinhood zeigt erhaltene und ausstehende Dividenden unter Verlauf → Dividenden an, einschließlich geplantem Datum und Betrag für bevorstehende Zahlungen. Für einen echten vorausschauenden Kalender, wachstumsbasierte Prognosen, Quellensteuer-Aufteilungen oder eine Multi-Konto-Ansicht musst du die Daten in eine Tabelle exportieren oder einen dedizierten Tracker nutzen – Robinhood bietet das nativ nicht an.

Hat Fidelity einen Dividenden-Tracker?

Ja – Fidelity hat einen der stärkeren broker-eigenen Dividenden-Tracker, mit Dividendenhistorie, prognostiziertem Einkommen und einem einfachen Dividenden-Kalender. Der Haken: Er sieht nur deine Fidelity-Konten. Wenn du auch Positionen bei Schwab, Vanguard, Robinhood oder einem anderen Broker hältst, werden diese in Fidelitys Tools nicht angezeigt.

Trackt Yahoo Finance Dividenden?

Yahoo Finance zeigt historische Dividenden pro Aktie und hat einen Dividenden-Screener – nützlich für die Recherche, aber dein eigenes Portfolio wird damit nicht getrackt. Es gibt keinen Transaktions-Import, keinen Zahlungskalender und keine Ertrags-Summen über deine Positionen hinweg. Nutze Yahoo Finance, um Dividendenaktien zu finden; nutze einen Tracker, um sie zu verwalten.

Was ist der beste Dividenden-Tracker?

Das hängt von deiner Situation ab. Für die meisten internationalen Anleger, denen Datenschutz, steuerliche Genauigkeit und DRIP-Transparenz wichtig sind, ist Capitally die beste Wahl – der CSV-Import-Ansatz sichert dabei jeden DRIP-Lauf, jeden ausländischen Quellensteuer-Eintrag und jede Corporate Action zuverlässig, während aggregatorbasierte Synchronisierungen diese oft verlieren und auf reine Saldo-Ansichten zurückfallen. Für Anleger, die vollautomatische Broker-Synchronisierung über viele internationale Märkte wollen: Sharesight. Für analytisch orientierte Nutzer: Snowball Analytics. Für Mobile-first-Nutzer: DivTracker. Sieh dir den direkten Vergleich für eine detaillierte Gegenüberstellung an.

Ist Track Your Dividends sicher?

Track Your Dividends ist ein seriöser Dividenden-Tracker, der manuelle Eingaben oder Broker-Verbindungen (via Plaid) unterstützt. Wie jedes Cloud-Tool, das sich mit deinen Konten verbindet, birgt es ein gewisses Risiko – vor allem, dass die Verbindung selbst zum Angriffsziel werden kann. Capitally verfolgt einen anderen Ansatz: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung direkt auf dem Gerät, keine geteilten Broker-Zugangsdaten, Daten weder für Capitally noch für Dritte zugänglich.

Wie tracke ich Dividenden aus internationalen Aktien (mit Quellensteuer)?

Internationale Dividenden kommen in der Regel nach Abzug der ausländischen Quellensteuer an – etwas, mit dem die meisten Tabellen und Broker-Dashboards schlecht umgehen. Um sie korrekt zu erfassen, musst du sowohl Brutto- als auch Nettobetrag, das Herkunftsland und einen ggf. geltenden Abkommensteuersatz festhalten. Ein spezialisierter Tracker wie Capitally übernimmt das automatisch; Tabellen erfordern manuelle Recherche für jede Position.

Deine nächsten Schritte

Wähle die Tracking-Methode, die zu deiner aktuellen Situation passt:

  1. 0–10 Positionen, eine Währung: starte mit einer Tabelle und der oben beschriebenen Spaltenstruktur
  2. Ein Broker, einfaches US-Portfolio: nutze die integrierten Tools des Brokers, exportiere vierteljährlich zur Überprüfung
  3. Mehrere Broker, mehrere Währungen oder Ziel finanzielle Unabhängigkeit: starte mit Capitally – kostenlose Testphase, keine Broker-Zugangsdaten erforderlich

Lies dann diese ausführlichen Vergleiche, um die Welt der Dividenden-Tracker besser zu verstehen:

  1. Die besten Dividenden-Tracker – direkter Vergleich
  2. Capitally vs. Snowball Analytics
  3. Capitally vs. Sharesight
  4. Capitally vs. getquin
  5. Capitally vs. Excel

Wenn du dich für einen Tracker entschieden hast, schau dir den ausführlichen Artikel zu Dividenden-Kennzahlen an, um zu verstehen, was die einzelnen Zahlen, die du trackst, wirklich bedeuten.

Viel Erfolg bei deinen Investments.